Ju-Jutsu im PSV Neuss


Ju-Jutsu ist ein realistisches, waffenloses Selbstverteidigungssystem. Es vereinigt in sich Elemente des Judo, Karate, Aikido aber auch z.B. des Boxens. Es entwickelt sich ständig fort und passt sich an aktuelle Erkenntnisse der Gewaltprävention an.
Im PSV Neuss wird viel Wert daraufgelegt, den Sportlerinnen und Sportlern von Anfang an ein effektives Ju-Jutsu mit größtmöglichem Nutzeffekt zu vermitteln.

 

Trainingszeiten

dienstags und donnerstags          jeweils von 19:00 Uhr bis 21:15 Uhr

Sporthalle

des Marie–Curie–Gymnasiums, Peter-Loer-Str. (gegenüber Haus Nr.  29a)
Die Halle befindet sich hinter einem Kinderspielplatz!

Das Training ist möglich ab dem 14. Lebensjahr.
Interessentinnen und Interessenten können gern zum Probetraining kommen.

Zum Probetraining reicht übliches Sportzeug. Bitte Badeschlappen und Waschzeug mitbringen.

Ansprechpartner:

Karsten Hinz / Christian Schläger
ju-jutsu@psv-neuss.de

Beiträge

monatlicher Beitrag

11 €

Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

8 €

einmalige Aufnahmegebühr

11 €

einmalige Kosten für einen Ju-Jutsu-Pass

8,50 €

einmal jährlich Jahressichtmarke (Sportversicherung)

14 €

 

Beiträge und Gebühren werden per Lastschrift 1/4jährlich im Voraus abgebucht.


Für Mitglieder ist die Beschaffung eines Ju-Jutsu-Anzuges erforderlich. Zwingend ist auch ein Tiefschutz für Herren.

 

Anbei ein kleiner Einblick:

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Informationen über Ju-Jutsu

Etikette

Höflichkeit, Demut und Respekt sind die Grundlage der Etikette und werden durch den Gruß (Rei) symbolisiert. Die Etikette ist im JJ nicht nur eine äußere Form, sondern eine innere Haltung und damit schließlich der Weg zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit.
Die Werte des Budo und damit des JJ liegen neben dem Erlernen einer Vielzahl von Techniken auch in der strengen Etikette dieser Sportart begründet. Nur wenn Technik und Grundsätze der Etikette von der Gemeinschaft eines Dojos mit Leben erfüllt werden, können die Schüler des JJ den eigentlichen und wahren Wert des Budo erkennen. Es ist die Aufgabe und Pflicht, im Besonderen der hohen Danträger, dafür zu sorgen, dass auch in einem der heutigen Zeit angepassten, modernen Ju-Jutsu der wertvolle Geist des traditionellen Budo erhalten bleibt. Die Etikette hat nicht nur traditionelle Aspekte. Selbstbeherrschung, Respekt, Höflichkeit, Annerkennung, (Selbst-) Disziplin und Fairness sind universelle Werte, die jeder Sportler pflegen sollte und die gerade im Kampfsport zur Sicherheit in Training und Wettkampf beitragen.
Kleiderordnung

Körperhygiene

Betreten des Dojo oder der Matte

Angrüßen vor und nach dem Training

Verneigen zum Lehrer (Meister oder Sensei): „Sensei ni rei“

Verneigen zum Partner  „Otogai ni rei“

Verhalten auf der Matte

Der JJ-ka beweist Loyalität gegenüber Meister, Dojo, Trainingskollegen, Verein und Verband.
Budo ist mehr als Sport!
Es ist ein Weg der Selbstvervollkommnung. Das schließt neben der körperlichen auch die geistige und charakterliche Vervollkommnung ein. Budo-Sportler zeichnen sich aus durch Selbstdisziplin und Willensstärke, verbunden mit Höflichkeit und Bescheidenheit.
Quelle: Deutscher Ju-Jutsu Verband e.V.

Geschichte des Ju-Jutsu
Als Wurzel fast aller asiatischen Kampfkünste wird Indien betrachtet, von wo sie sich über Südostasien bis nach China und Japan verbreiteten und unterschiedliche Ausprägungen annahmen.
495 n. Chr. wurde in China das bekannte Shaolin-Kloster erbaut, in dem gymnastische Übungen zur Lockerung des Körpers nach langer Meditation entwickelt wurden. Diese Gesundheitsübungen wurden unter dem Einfluss der indischen Kunst in Verteidigungsübungen umgewandelt, die den Wandermönchen auf ihren langen Reisen gegen allerlei Anfeindungen helfen sollten. Es entstand das Kung-Fu oder Wu-Shu, das sich in unzähligen Stilen weiterentwickelte und bis heute in vielen Stilen einen hohen akrobatischen Anspruch stellt.
Im 13. Jahrhundert tauchten in Japan erstmals die Samurai als bewaffnete Kämpfer auf. Sie etablierten sich als Kaste, die sich verstärkt der Kriegsführung und den Kampfkünsten widmete.
Der Chinese Tsin Gempin lehrte in Owari um 1650 ein Selbstverteidigungssystem, das dem JJ sehr ähnlich war.
Der japanische Arzt A. Yoshitoki erlernte in China die Kunst des waffenlosen Zweikampfes, zu deren Ausführung enorme Körperkraft notwendig war. Der Legende nach beobachtete er bei einem Sturm (bzw. bei starkem Schneefall) wie sich die Weiden mit dem Wind (bzw. unter der Last des Schnees) bogen und somit unbeschädigt blieben.
Er zog sich in den Tennango-Tempel in Tsukushi zurück und entwickelte dort ca.100 Griffe zur Selbstverteidigung. Sein System, das „Yoshin- ryû“ (Weidenherz-Schule), beruhte auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“.
Im feudalen Japan gab es aber kein einheitliches Verteidigungssystem namens „Jiu-Jitsu“. Vorläufer  bzw. vergleichbare Stilrichtungen (ryû) waren z. B. „Yoshin- ryû“, „Yawara“, „Daito ryû“, Kotori ryû“, „Takeno uchi ryû“, „Tenshin Shinyô ryû“ und „Kitô ryû“.
Der Name Jiu-Jitsu wird seit der Tokugawa Ära in der Literatur erwähnt.
Der Begründer des Judo, Prof. Jigoro Kano, erwarb seine Kampfkunstfähigkeiten im Jiu-Jitsu unter anderem durch das Tenshin Shinyô ryû und das Kitô ryû.
Morihei Ueshiba, der Gründer des Aikidos, erlernte ebenfalls das Tenshin Shinyô ryû. Er trainierte aber auch das Shinkage ryû, Yagyû ryû und das Daitô ryû.
Das Jiu-Jitsu wurde in Deutschland von Erich Rahn eingeführt.
Durch seinen Vater, einen angesehenen Kaufmann, hatte Erich Rahn schon in der Kindheit Kontakt zu Japanern.
Er erlernte das Jiu-Jitsu bei Herrn Higashi, der ihn in einem Schaukampf beeindruckt hatte. In Berlin eröffnete er 1906 die erste Jiu-Jitsu Schule Deutschlands.
Seine Schüler gründeten 1922 die ersten Jiu-Jitsu-Vereine - Alfred Rhode, später bekannt als „Vater des deutschen Judo“ in Frankfurt/Main, Max Hoppe in Berlin, Otto Schmelzeisen in Wiesbaden und August Glucke in Stuttgart.
Im Jahr 1924 wird der „Reichsverband für Jiu-Jitsu“ gegründet. Die erste Deutsche Einzelmeisterschaft im Jiu-Jitsu findet 1926 in Köln statt.
1930 gab es bereits mehr als 100 Jiu-Jitsu Vereine in Deutschland.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden das Jiu-Jitsu und das Judo von den Besatzungsmächten verboten.
Ab 1949 durfte in Westdeutschland das Jiu-Jitsu und das Judo wieder ausgeführt werden.



Das Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführte Jiu-Jitsu und insbesondere die fast nur auf Wettkampfsport ausgelegten Kampfsportarten Judo und Karate waren in den 60er Jahren für die Selbstverteidigung nicht mehr zeitgemäß. Es war dringend erforderlich, etwas Neues, vor allem aber Wirkungsvolleres zu schaffen. Hochgraduierte Dan-Träger erhielten den Auftrag, eine moderne und effektive Selbstverteidigung zu erarbeiten. Federführend dabei waren Franz Josef Gresch und Werner Heim. Sie stellten aus den verschiedensten Budo-Systemen die wirkungsvollsten Techniken zu einem neuen System zusammen, das den Namen Ju-Jutsu erhielt.
1969 wurde das neue Ju-Jutsu dann in Deutschland eingeführt. Es geht nicht mehr vom Angriff aus, sondern primär von den Verteidigungstechniken. Alle Verteidigungstechniken sind gegen mehrere Angriffsarten anwendbar. Im Ju-Jutsu sind altbewährte Erkenntnisse vieler Kampfsportarten, aber auch neue Erkenntnisse, unter dem Grundsatz „aus der Praxis für die Praxis“ zu einer modernen und sehr effektiven Selbstverteidigung zusammengeführt worden. Weil auch die Sicherheitsbehörden erkannt hatten, dass Ju-Jutsu sehr praxisnah und wirkungsvoll war, wurde es bei den Polizeien der Länder und des Bundes dienstliches Ausbildungsfach.

Ab 1990 entstanden auch in Ostdeutschland zahlreiche JJ Vereine.
Um die Ziele des JJ besser vertreten zu können gründete sich 1990 der Deutschen Ju-Jutsu Verband.
Die Kenntnisse von verschiedenen Zweikampfsystemen haben sich in den vergangenen Jahren stark erweitert. Unter der Leitung von Bernd Hillebrand hat eine Kommission im Jahr 2000 eine Überarbeitung des Ju-Jutsu eingeführt. Nach der Prämisse: „Immer das Beste aus den bekannten Kampfsystemen zu adaptieren“, kamen nun auch Einflüsse aus nicht-japanischen Kampfsportarten zum Ju-Jutsu hinzu und wurden in ein methodisch strukturiertes System angepasst.
Im Jahre 2005 vereinigte der DJJV durch den Zusammenschluss von Ju-Jutsu und Jiu-Jitsu die moderne und traditionelle Selbstverteidigung in einem Verband.
Quelle: Deutscher Ju-Jutsu Verband e.V.

 

Ju-Jutsuka traut sich!

Michael Zimmer erringt den 3. Dan Ju Jutsu.

Sieben bestande Graduierungen

 

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